Fragebogen: Liga der Wohlfahrtsverbände

Antworten zu den Fragen der Liga der Wohlfahrtsverbände

1.      Ulm ist eine reiche, attraktive, zukunftsorientierte Stadt. Dennoch gibt es Menschen, die am Rande stehen und von gesellschaftlicher, kultureller, sozialer Teilhabe ausgeschlossen sind. Was wollen Sie für diese Menschen tun?

 

Die Lobbycard ist ein guter Ansatz. Sie muss aber bekannter werden. Der Eintritt in Museen u.ä. kann damit auf nahezu Null gekürzt werden, kein finanzieller Verlust für die Stadt aber mehr Teilhabe am kulturellen Leben für Alle.
Längerfristig muss ein fahrscheinloser ÖPNV, solidarisch und misch-finanziert geprüft werden.

 

2.      Ulm ist eine internationale Stadt, in der Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen ihren Platz finden und unsere Stadtgesellschaft bereichern. Aber es gibt auch Sorgen und Vorbehalte angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme und Asylsuchenden. Was wollen Sie tun, damit auch Flüchtlinge und Asylsuchende in unserer Stadt gut aufgenommen werden und in unsere Stadtgesellschaft integriert werden können?

 

In Ulm leben Menschen aus über 120 Nationen – wichtig ist es, Ghettoisierung zu verhindern. Deshalb ist dezentrale Unterbringung in kleineren Einheiten nötig.
Deutschkurse müssen verstärkt angeboten werden.
Die Kräfte müssen gebündelt werden, um Helfern zentrale Anlaufstellen zu bieten.
Registrierungen nach dem Heidelberger Modell (schnelle Erfassung inkl. Gesundheitscheck/Impfung).

 

3.      Ulm ist eine Stadt mit einer lebendigen Bürgergesellschaft, mit vielfältigen sozialen/kulturellen Netzwerken, Akteuren und Trägern. Wie möchten Sie diese partnerschaftlich einbeziehen? 

 

Ich sehe die Stadt hier als Vermittler im Netzwerk.
Durch OpenAntrag für den gesamten Gemeinderat ist direkte Informationseingabe für alle Bürger möglich.
Bei speziellen Fragestellungen direktes Rederecht für die jeweiligen Bürgergesellschaften bzw. Einbeziehung von deren Stellungnahmen.

 

4.      Der demografische Wandel verlangt auch für Ulm zukunftsorientierte Planungen in allen Handlungsfeldern. Welche Schwerpunktaufgaben und Maßnahmen möchten Sie vordringlich umsetzen? 

 

Stärkung der Berufsfachschule für Gesundheitsberufe Wiblingen,
Prüfung des aktuellen Konzeptes von Blindenleitsystemen (Erhebungen auf Gehwegen und technische Lösungen an den Bushaltestellen),
Ausbau der Induktionskanäle für Hörbeeinträchtigte auch im ÖPNV , im Münster usw.
Optimierung der Ampelschaltungen gerade an kritischen Kreuzungen für sicheres Überqueren eventuell inklusive “Grünzeittimer”.
Evaluierung des Bedarfs für Seniorenheime und betreutes Wohnen auch dezentral.

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