Fragebogen von Eltern – KiTa

Meine Antworten zum Fragebogen von Ulmer Eltern.

Ich halte mich bewusst kurz, um einen schnellen Überblick zu ermöglichen.

  1. Wie Ist Ihre Haltung zur Petition?  [1] Petition

Ich stehe der Petition sehr positiv gebenüber, sie spiegelt u.a. genau mein Wahlprogramm wieder:

  • Ausbau der frühkindlichen Bildung, musikalisch, sprachlich usw. Nach dem Motto fördern, aber nicht überfordern.
  • Der Besuch einer vorschulischen Einrichtung ist wichtig, deshalb elternbeitragsfreie Kinderbetreuung und zentrales Online-Portal zu allen Betreuungsplätzen

EDIT: nach Gespräch mit dem Elternbeirat sollte die aktuelle Website offline gehen, da die “Ampelanzeige” nicht stimmt bzw. nicht aktuell ist. Dort nur Information zu den Rahmenbedingungen. Stattdessen zunächst das Familienbüro mehr bewerben, da dort stets aktuelle Informationen zur Verfügung stehen.

  • Mehr flexible KiTa Öffnungszeiten, auch Randzeiten und Übernachtungsmöglichkeiten verstärkt anbieten

 

2. Was würden Sie bzgl. der Petition in Angriff nehmen sollten Sie OBIn werden?

Einen Haushaltsplan aufstellen, bei dem im ersten Schritt eine merkliche Entlastung der Eltern und dann eine sukzessive Verringerung der Gebühren vorgesehen ist.

 
3. Da die Gebühren nach 33 Betreuungsstunden nicht linear ansteigen, sondern überproportional, sehen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kompromittiert. Wie ist Ihre Haltung zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zwingend notwendig. Hierzu müssen sowohl genügend Betreuungsplätze für alle Altersklassen, als auch besondere Randzeitenangebote ausgebaut werden.

 

4. Wir haben die Kosten des KiGa/KiTa zusammengestellt. Entnehmen Sie sie bitte der angehängten Datei. Wie wollen Sie sicherstellen, dass Familien nicht ins Umland abwandern, weil sie die sogenannten weichen Faktoren, wie Gebühren, hierzu veranlassen? Welche anderen Faktoren sehen Sie für Kinder, Familien wichtig, um Ulm als familienfreundlichen Standort weiter auszubauen ?

 

  • Bezahlbarer Wohnraum auch in Innenstadtlagen
  • erweitertes Spielplatzangebot in der Stadt
  • mehr Unterstützung bei Ferien-Betreuungsangeboten (Stadtranderholung)
  • Erhalt der Jugendfarm (evtl. Erweiterung mit einem “Jugendgarten”)
  • ÖPNV solidarisch fahrscheinlos, damit mehr Mobilität in der Stadt möglich ist
  • Förderung der Arbeit des Familienbüros als Anlaufstelle
  • Evaluation aller bestehenden Betreuungsangebote als Orientierungshilfe (“KiGa-Spiegel”)
  • Ausserdem muss es mehr sichere “Tobeplätze” geben, um den Bewegungsdrang zu fördern

 

5. Ist für Sie in Ulm die Vereinbarkeit von Familie und Bruf ausreichend abgedeckt?
Leider nein.

  • Gerade bei Randzeiten und Schichtdienst ist dies noch sehr schwierig. Oft müssen Familien auf private Möglichkeiten zurückgreifen.
  • Zusätzlich fehlt es an Nachmittagsbetreuungsplätzen für Grundschulkinder (Nachmittags-Hort).
  • Besonders in Industriegebieten wie u.a. Im Bereich Donautal müssen die Firmen zum Aufbau einer gemeinsamen KiTa für Arbeitnehmer motiviert werden.

 

6. Wo gibt es Ihrer Meinung nach noch Handlungsbedarf im Bereich der Kinderbetreuung? Wie stehen Sie zu einer 24-Std. KiTa?
Wo gerade Schichtdienste besondere Anforderungen an die Eltern stellen, muss es auch eine Betreuungsmöglichkeit über Nacht geben. Allerdings kann dies sicher oft nicht die “gewohnte” KiTa stemmen. Es muss Einrichtungen geben, die dies ständig anbieten können, um den Kindern Kontinuität bieten zu können (Tages-KiTa und Übernachtungs-KiTa), kein “rollierendes” System durch die KiTas.

 

7. Ist Ulm für Sie eine familienfreundliche Stadt? Wenn ja warum, wenn nein warum nicht ?
Grundsätzlich ja, es gibt aber an einigen Stellen Verbesserungsbedarf.

 

8. Wie sollte eine Gebührenberechnung bzw. Gebührenerhebung aussehen? Wo sehen Sie Ungerechtigkeiten?
Mit solchen Verwaltungsinternas bin ich bisher nicht befasst, kann also keine qualifizierte Aussage treffen. Die Berechnung muss aber klar den Schlüssel darlegen, um eine Kontrolle durch die Eltern zu ermöglichen, und zeitnah erfolgen.
9. Was würden Sie als OB im Punkt Kinderbetreuung machen / umsetzen / verwirklichen?
Siehe bitte Punkt 2-4 🙂
Ausserdem würde ich die Möglichkeiten einer “Sonderförderung” prüfen, d.h. gerade kleine KiTas wiederkehrende Sondertermine ermöglichen, bei denen gezielt Musik / Sprachen
/ Ergonomie u.a. gefördert werden, und das Material (das sonst in der Anschaffung zu teuer wäre) hierzu mit dem jeweiligen Pädagogen “mitreist.”
10. Was möchten Sie uns zu diesem Themenfeld noch sagen?
Kinder sind die Zukunft und müssen entsprechend gefördert werden.
.[1] https://www.openpetition.de/petition/online/gebuehrenfreie-kita-und-kindergarten-mehr-bildungsgerechtigkeit

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